Kascha Kolumna

Sport ist ihr Hobby

Soulmat wanted! Auf der Suche nach meiner ultimativen Yogamatte

Es müssen jetzt tatsächlich zehn Jahre her sein, seitdem ich zum ersten Mal in einer Yogaklasse war.
In dieser Zeit haben so einige Yogamatten meinen Weg gekreuzt, aber irgendwie habe ich die ultimative Matte immer noch nicht gefunden.
Weil ich also immer die Augen nach der ultimativen Matte offen habe, habe ich mich auch mal online nach Tips umgesehen.
Aber irgendwie sind da immer nur die gleichen Matten und die Bewertungen beschreiben selten, was ich so erlebt habe.
Deswegen hier mal meine total subjektiven Erlebnisse mit meinen Matten über die Jahre. Vielleicht findest du ja dadurch einfacher zu deiner ultimativen Matte.

Als erstes hatte ich eine Yogistar-Matte. Aus dem einfachen Grund weil sie günstig war und ich (noch) nicht bereit war viel Geld für eine Yogamatte bzw. überhaupt für Yogakram auszugeben.
Ich fand, dass sie sich billig angefühlt hat und ich mochte sie von Anfang an nicht wirklich.
Aber sie war leicht und für die paar Asanas, die ich aus „Yoga für Dummies“ in meinem Wohnzimmer geturnt habe, hat sie schon gereicht. Außerdem war sie ein paar Mal in Hatha Yogaklassen dabei. Beim Hatha Yoga muss ich meistens nicht schwitzen und hatte wahrscheinlich deshalb nichts an ihrer Rutschfestigkeit zu meckern.
Ich würde sie mir aber nie wieder kaufen! Und wenn du dir schon eine Matte kaufen willst, dann leg noch was drauf und kauf dir was vernünftiges!

Mein Yogaweg hat mich ziemlich schnell vom Wohnzimmeryoga zu einer sportlicheren Variante des Yoga geführt, so dass ich mich in Ashtanga und Jivamukti Klassen wieder gefunden habe.
Ich gehöre zu den Yoginis, die im ersten Downdog anfangen zu schwitzen.
Meine Hände rutschen auf der falschen Matte langsam aber sicher auf und davon. Ganz egal wie perfekt mein Alignment ist.
Yogatowels waren auf den Studiomatten ein Muss! Das war auch gar nicht schlecht, weil die Studiomatten dunkelgrau (und häßlich) waren und ich mit den Towels wenigstens meine persönliche Note dem Grau entgegensetzen konnte.
Die Matte ist mein Ort und ich mag auch gar nicht in dem Schweiß aller Yogis, die jemals diese Matte benutzt haben, liegen.

Meine Schwester war von uns beiden die passioniertere Yogini und hat sich für ihre mindestens-fünf-Tage-die-Woche-Yoga-Praxis schnell eine Jade Yogamatte gekauft und war total begeistert.
Mir ging die Yogistar auf die Nerven ( zu wenig Grip, zu wenig Dämpfung) und Towel plus Studiomatte auch.
Voilá, die Jade Yogamatte kam dann auch zu mir.
Selbstverständlich kann man aber nicht einfach so auf dieser Matte Yoga machen.
Das ist so ähnlich wie mit Ikea Möbeln. Die muss man ja auch erstmal aufbauen und einen Wutanfall bekommen.
Auch die Jade Yogamatte braucht ihren „Aufbau“ aka mit ganz viel Salzwasser abreiben damit sie überhaupt Grip hat.
Ich habe also diese Matte im Badezimmer mit Salzwasser abgerieben, nicht in der Sonne sondern im Wohnzimmer trocknen lassen und habe sie erst dann mit zum Yoga genommen.
Ergebnis: Sie hat komische Geräusche gemacht- bei JEDER Bewegung!
Die komischen Geräusche sind noch ein paar Klassen geblieben aber danach war sie ein Traum!
Rutschfest, dämpfend und hübsch!
Das hätte ewig so weiter gehen können! Für immer meine Yogamatte.
Hach, aber das soll mit diesen Matten eben nicht sein. Je nachdem wie kraftvoll und häufig die Praxis ist, umso schneller löst sich im Fußbereich und im Handbereich der Naturkautschuk. Ich war übersät mit roten Pünktchen der Matte und meine Füße hatten sich tiefe Abdrücke in der Matte erarbeitet.
So soll das für mich aber bitte auch nicht sein.
Die Jade Matte liegt jetzt bei meinen Eltern im Keller und wenn ich dort zu Besuch bin, hole ich sie nochmal raus.
Neulich habe ich bei Facebook einen Post von Jade gesehen mit jeder Menge Vorschläge, was man mit seiner „alten“ Jade Yogamatte machen kann.
Zum Beispiel Hunden im Tierheim schenken oder den Kofferraum polstern.
Sowas fände ich ja auch super, wenn ich die Matte vorher JAHRELANG benutzt hätte. Mehr als zwei Jahre hat sie bei mir aber nicht gehalten. Bei meiner Schwester sogar höchstens ein Jahr.
Da kann die Firma Jade soviel Bäume beim Kauf von Matten pflanzen wie sie will, so ein Verschleiß ist für mich nicht nachhaltig!

Jetzt sollte es aber mal die ultimative Matte sein. Eine fürs Leben! Ohne Abnutzerscheinungen, schön ökologisch und mit viel Grip für meine schwitzigen Hände.

Manduka hat vor ein paar Jahren Werbung für seine Matten mit einer Lebenslangen Garantie gemacht. Wenn ich also was fürs Leben haben will, gucke ich doch da!

Meine Schwester hat seit ein paar Jahren die Manduka Blackmat Pro und hat ihre ultimative Matte gefunden. Die Promat ist aus PVC- wollte ich nicht. Die Promat ist schwer- die Berliner Wege sind lang, das geht nicht!
Das leichtere Ökomodell ist die Manduka Ekolite.
Nicht zu schwer, schön grün, aus Naturkautschuk, von Yogalehrern entwickelt, sensationeller Grip und eine Farbe, die perfekt zu mir passt – gekauft!
Soweit, so gut.
Die Matte hat eine Oberfläche, die antibakteriell sein soll. Deswegen absorbiert sie Schweiß.
Vielleicht ist das in der Theorie eine gute Idee aber in der Realität eine Katastrophe!
Der Schweiß bildet dann nämlich kleine Pfützen auf der Matte: an den Händen, den Füßen, jeder Tropfen, der von der Stirn auf die Matte fällt. Probier mal einen festen Halt mit Händen oder Füßen zu haben, wenn die in einer Pfütze stehen. Das geht nicht!
Besonders übel wird das, wenn man versucht etwas Schwung zu holen für Handstand oder Unteramstand. Ich finde das lebensgefährlich!
In meiner Verzweiflung habe ich alles probiert!
Ich habe die Matte mit Salz bestreut und für eine Nacht so gelassen. Das soll man nämlich mit der Promat machen.
Ergebnis: Die Matte war ausgetrocknet, hat gequietscht und war noch rutschiger als vorher.

Ich hatte mir ja auch das Zubehör zur Matte gekauft, also Reinigungsspray und Pflegespray. Mit beidem änderte sich nichts.
Also habe ich dem Kundenservice von Manduka geschrieben. Im ernst, für mich ist diese Matte eine komplette Fehlkonstruktion! Die Yogalehrer, die da mit entwickelt haben, müssen zu den Nicht-Schwitzern gehört haben. Anders kann ich mir diesen Mist nicht erklären!

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Manduka Ekolite

 

Die Frau vom Kundendienst hat mir zum einen empfohlen ein Towel zu benutzen. Wofür ich dann die antibakterielle Oberfläche brauche, wenn ich sowieso IMMER ein Towel drüber legen muss, konnte sie mir nicht erklären.
Nach einigem hin und her, dem Angebot mir ein Towel zu schenken (ja danke, gerne!) hat sie mir dann doch noch einen hilfreichen Tip gegeben: Die Matte muss mit einer Mischung aus bio (!!!) Apfelessig und Wasser abgerieben werden. Sie ist nämlich durstig nach Apfelessig.
Es gibt ziemlich viele verschiedenen Sorten von Essig, ich bin gespannt ob die Matte noch einen Durst für andere Sorten entwickelt. Der weiße Essig, der im Reinigungsspray von Manduka drin ist, ist nämlich gar nicht ihre Lieblingssorte. Tja, muss einem ja auch erstmal einer sagen. Das steht nämlich nirgends!

Dank dem Apfelessig ist die Matte nun rutschfester, meistens brauche ich aber doch ein Towel wenn es schwitzig wird. Die Dämpfung finde ich gut und die Farbe mag ich eben sehr.
Wir haben dann doch noch Freundschaft geschlossen, aber ich kann sie wirklich nur an Leute empfehlen, die niemals schwitzen.
Ich habe jetzt um die zwei Jahre und sie hat tatsächlich keine optischen Verschleißerscheinungen. Allerdings liegt sie nicht mehr so gut auf dem Boden und schlägt manchmal Falten bzw verzieht sich, wenn ich zum Beispiel im Krieger II Spannung zwischen dem Fuß vorne und dem Fuß hinten aufbaue.
Die Matte fürs Leben ist sie auch nicht.

 

Ich reise ja viel durch die Welt, um Yoga zu machen. Meistens nur mit Handgepäck. Da brauchte ich dringend eine Travel Mat!
Die habe ich auch von Manduka. Ganz einfach weil es sie in meiner Farbe in dem netten Yogageschäft vor Ort gab und sie öko ist.
Sie ist wundervoll leicht und man kann sie falten. Sie passt also in jeden Koffer und auch in den Rucksack.
Ich hatte sie jetzt echt viel dabei und bin zufrieden- von der Rutschfestigkeit aber auch erst nach der Behandlung mit Apfelessig!
Für den Alltag ist sie mir zu dünn, aber auf Reisen geht das schon mal.

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Manduka Travelmat

 

Bei meiner Suche nach der ultimativen Matte bin ich online noch auf den Magic Carpet gestoßen. Wunderschön! Die Muster sind von einer Frau aus San Francisco (glaube ich) handgemalt. Natürlich ökologisch! In Handarbeit! Wow!
In Deutschland leider nicht erhältlich und super teuer. Blöd.
Zoll und Porto war mir dann bei einer 100 Euro Matte einfach zuviel um sie mir selbst aus USA zu bestellen. Entdeckt habe ich die Matten dann doch noch bei Ebay! Für 120 Euro auch nicht gerade billig.
Jetzt habe ich also diesen kleinen Schatz hier im Wohnzimmer liegen. Das Design ist wirklich wunderschön. Ich wollte sie gerne als Verschönerung für meinen sacred space aka Yoga-Meditier-Ecke haben. Dafür ist sie auch super!
Aber für schwitziges Yoga? Eher nicht.
Sie fasst sich genauso an wie die Yogistar (die hatte allerdings nur um die 15 Euro gekostet), eine gute Dämpfung hat sie auch nicht und der Grip war sogar bei einer klitzekleinen Homepractice mit wenig Schweiß quasi nicht vorhanden.
Ich mache auf ihr hauptsächlich Kundalini Yoga und sitze auf meiner Mediitatationsdecke und erfreue mich, dass sie so hübsch aussieht.

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Magic Carpet Yogamat

 

Auch schön:

Mittlerweile gibt es aber noch eine Matte aus Deutschland, die genauso hübsch (wenn nicht sogar noch schöner ist), günstiger und von Hot Yoginis entwickelt- die sollten sich mit Schweiß auskennen.
Eine Schülerin hatte neulich in einer meiner Klassen diese Mala Yogamat. Leider kam ich nicht dazu sie anzufassen oder sie mal kurz auszuprobieren. Aber Eyecandy war es auf jeden Fall.

Richtig schön finde ich auch die Matten aus Australien von Yogazeal. Da gibt es jetzt auch einen Anbieter aus Deutschland. Keine Ahnung wie die in der Praxis sind, aber dieses Mondmotiv ist schon schön.

Beim Kundalini ist eine kuschelige Matte ein Muss und ich verursache immer einen Aufruhr, weil ich auf meine eigene total unkuschelige Matte bestehe. Vor kurzem habe ich aber ein Modell aus Irland gesehen, was so schön ist, dass ich meine Meinung ändern könnte.
Das ist halt nichts für diejenigen unter uns, die Ahimsa leben…
Eine Lammwolldecke mit floralem Muster auf der Rückseite. Einfacher zum Mitnehmen und hübsch. Aber teuer. Und eben mit Tier.
Es gibt die Kuschel Matten aber auch in Fake-Tier. In den Studios finde ich die immer irgendwie muffig und benutze das nicht.
Geschmacksache eben.

Meine Suche geht also weiter! Irgendwo ist die rutschfeste, gut dämpfende Matte, die ökologisch ist und niemals verschleisst.

Noch mehr über Yogamatten findest du im Netz! Und frag doch einfach deine Mattennnachbarin im Studio, ob sie zufrieden ist mit ihrer Matte.

OM YEAH!

Wichtig: Ich mache hier keine Werbung! Ich erzähle bloß wie das bei mir so ist. Ich übernehme keine Verantwortung für den Inhalt von verlinkten Beiträgen! Und jetzt ab auf die Matte!

 

Crossfit in Berlin

Als ich vor über einem Jahr nach Berlin gezogen bin, war ich es gewohnt dreimal die Woche zum Crossfit zu gehen. Eine der ersten Dinge, die ich erledigen wollte, war eine neue Box für mich zu finden. Jetzt, 15 Monate später, bin ich in keiner Box mehr Mitglied und mache Crossfit immer nur mal, wenn ich Lust dazu habe.
Weil ich aber nunmal in der für mich unpassendsten Box gelandet war, musste ich irgendwie rausfinden, ob ich einfach Crossfit nicht mehr mag, oder nur die Leute in meiner Box nicht.
Nachdem ich im Frühjahr das Level One Seminar mitgemacht hatte war klar: ich mag Crossfit, meine Box kann ich nicht ausstehen.
In Berlin gibt es ungefähr 9 Boxen, es sollte also ein Leichtes sein eine andere Box für mich zu finden. Also nahm ich mir vor, einfach alle auszuprobieren.
Ich dachte, dass das eine ziemlich spaßige Angelegenheit wird. Schließlich geht es bei Crossfit ja auch um die Community, jeder Neuling ist Willkommen usw usw usw.
Nach zwei Besuchen war klar: das macht mir keinen Spaß!
Ich war nicht wirklich Gast, weil ich ja aus keiner anderen Stadt kam, eine potentielle neue Kundin vielleicht, und dann auch noch eine, die die Box in der sie derzeit noch Mitglied ist so schlecht findet, dass sie da nicht mehr hin geht, obwohl sie noch Geld bezahlt.
Am Ende hat mir genau ein Boxowner ein gutes Angebot gemacht (3 Monate nicht bezahlen und dann Mitglied werden), einer hat mir nach dem Training noch eine SMS geschrieben mit der Hoffnung, dass ich nochmal komme und einer hat mir Versprechungen gemacht und keine gehalten. In der Zwischenzeit war ich von meinem Olympischen Gewichtheben Training beim Berliner TSC so begeistert, dass ich sowieso kaum noch Zeit für Crossfit hatte und die Bereitschaft viel Geld für Crossfit zu bezahlen sank immer mehr.
Mittlerweile habe ich das, was ich früher im Crossfit gesucht habe (gutes, individuelle Coaching und freundliche Atmosphäre bzw unterstützende Community) beim Gewichtheben gefunden. Crossfit mache ich nur noch ab und zu, wenn ich Lust dazu habe oder in einer anderen Stadt zu Besuch bin.
Trotzdem möchte ich hier noch kurz die Boxen vorstellen, die ich besucht habe. Vielleicht hilft es einmal einer LeserIn dabei einen Besuch zu planen.

Crossfit Potsdam
Bei Crossfit Potsdam hatte ich bei einem Facebook Gewinnspiel ein Personal Training gewonnen. 60 Minuten lang hatte ich Coach Jakob ganz für mich allein. Er hat sich mir als kompetenter Coach gezeigt, der immer aufgepasst hat, dass ich die Technik richtig ausführe, mir Tips gegeben und mich im Wod gut motiviert.
Seine Box ist im Potsdamer Gewerbegbiet, gleich gegenüber von dem Filmpark. Man verlässt sich besser auf seine Wegbeschreibung und nicht auf das Navi, sonst landet man nämlich nur bei einem Schild aber nicht vor der Box.
Für mich ist es leider zu weit weg und Jakob mag es auch nicht so gerne, wenn man nur sporadisch zum Training kommt. Immerhin soll man hier als Sportler aufgebaut werden. Im Team ist außerdem auch noch ein waschechter Gewichtheber, was für die richtige Technik nur von Vorteil sein kann.
Zum ersten Geburtstag von Crossfit Potsdam haben die Mitglieder ein kurzes Video gedreht. Wenn man sich das anschaut stellt man fest, dass die Mitglieder ihre Box und ihren Coach richtig gerne haben. Wer soviel Herzblut von anderen bekommt, scheint fast alles richtig zu machen.

Crossfit Potsdam

Crossfit Potsdam

Crossfit Mitte
In der Nähe vom Hauptbahnhof liegt Crossfit Mitte etwas versteckt in einem kleinen Gewerbegebiet.
Die Box ist absichtlich klein, denn ein Massenbetrieb soll es niemals werden. Es ist dafür auch etwas teurer, aber wer kleine Gruppen haben will und einen Coach, der weiß, wer man ist, dann ist es einem das wert.
Die Duschen sind schön, die Shirts noch schöner und es gibt Kokosnusswasser und andere In-Getränke zum Kaufen.
Ich war bei einem kostenlosen Probetraining, zu dem eigentlich Leute kommen sollen, die bisher noch kein Crossfit gemacht haben. An diesem Tag waren wir drei Menschen, die sich mit Crossfit schon bestens auskannten und durften daher auch ein richtiges Training machen.
Basti ist keiner der Coaches, die nur das Wod präsentieren und ansonsten nur rum stehen.
Von der Atmosphäre und den Mitgliedern habe ich nicht viel mitbekommen, weil die alle schon am Gehen waren. Sonntagmittags ist da nämlich nur dieser eine Kurs.
Der Kursplan ist noch etwas dürftig, aber wenn es in den Zeitplan passt, ist Crossfit Mitte einen Besuch wert.

Crossfit Mitte in der Nähe vom Hauptbahnhof

Crossfit Mitte in der Nähe vom Hauptbahnhof

Crossfit Icke
Nico von Crossfit Icke kennen wahrscheinlich ziemlich viele Crossfitter, weil er mal einen ziemlich bekannte Blog über Crossfit geschrieben hat. Mittlerweile ist die Box aus Kreuzberg nach Schöneberg umgezogen.
Sie ist riesig, sehr schön und zum Team gehört auch noch ein Physiotherapeut, der dich vor Ort behandeln kann.
Mein Training dort fand ich durchwachsen. Irgendwie war es erst etwas chaotisch. Nico lag noch auf dem Sofa und hat geschlafen als ich dort ankam. Dann hat er uns zum Warm Up los geschickt, plötzlich hat der andere Coach übernommen, dann wieder er. Das hat mir nicht so gut gefallen. Andererseits hat Nico beim Skill Teil (Power Snatch) gute Tips gegeben und war ein aufmerksamer Coach.
Die Shirts sehen jedenfalls klasse aus, die Community scheint toll zu sein und man kann jede Menge Speciality Kurse mitmachen wie Gymnastics, Mobility oder Laufen.
Das Team ist quasi geballte Kompetenz: ein Leichtathlet, eine Akrobatin, ein Physiotherapeut und ein langjähriger Crossfiter.

Crossfit Icke in Schöneberg

Crossfit Icke in Schöneberg

Crossfit Werk
Das Crossfit Werk ist soweit ich weiß die älteste Crossfit Box Berlins und liegt ganz nah am S Bahnhof Wedding.
Es ist eine alte Fabrikhalle, in der das Erdgeschoss zu Stoßzeiten in mindestens zwei Abschnitte unterteilt wird und das Untergeschoss zum OLY Training benutzt wird.
Unter der Woche finden abends teilweise drei Kurse gleichtzeitig statt. Das bedeutet: es ist voll. Manchmal machen zwei Kurse zusammen ihr Warm Up und teilen sich dann erst auf.
Das geht, weil hier eine Art Warm Up Routine genutzt wird, also es gibt eine festgelegte Reihenfolge von Übungen, die jedes Mal gemacht wird und die ich mir bisher noch nicht merken konnte. Das ist recht sinnvoll, weil in diesen Übungen alles dabei ist.
Es gibt also immer diesen Aufwämrteil, dann einen Skill Teil gefolgt vom Wod. Sobald die Uhr abgelaufen ist, ist das Training fertig. Man kann sich noch selbstständig dehnen oder mit Blackrolls bearbeiten.
Je nach Tagesform fand ich die Coaches mal sehr engagiert und war beeindruckt davon, dass sie selbst beim letzten Kurs des Tages noch freundlich und motiviert(end) waren. Dann gab es aber auch wieder die Tage, an denen ich nur auf Nachfrage Korrektur oder Hilfestellung bekommen habe.
Besucher sind gerne gesehen und können zum Tausch gegen ein Shirt 2 Drop Ins bekommen. Ansonsten kostet es 15 Euro.

Crossfit Werk in Wedding

Crossfit Werk in Wedding

Sehr viel Gutes höre ich noch über Spreecrossfit. Da war ich allerdings nur mal Schuhe kaufen und kann nichts erzählen. Dann gibt es noch AXT Crossfit in Friedrichshain und Urban Gladiators. Über Myleo und Crossfit Aorta hatte ich ja schon geschrieben. Eine Box habe ich nicht vergessen, erwähne oder verlinke sie aber absichtlich nicht, weil es nunmal die Box ist, die den Anfang vom Ende meiner Berliner Crossfit-Zeit machte.
Also dann, 3…2…1…GO!

Lieblingsbox II: Crossfit Sankt Pauli

Ich bin dieses Jahr ziemlich rumgekommen. In Berlin habe ich 6 verschiedene Boxen besucht, in Frankfurt kenne ich drei. Ich war in großen und in kleinen Boxen. In einigen hat es mir ganz gut gefallen und in einer überhaupt nicht. Ein Besuch hat mich sehr beeindruckt und das war der bei Crossfit Sankt Pauli.
Die Location an sich ist zu klein. Gerade mal 6 Teilnehmer haben dort die Gruppen, weil es auch gar nicht anders geht. Im Erdgeschoss finden die Kurse statt, alles andere wurde in das Untergeschoss verlegt. Wenn mehr Leute als Coach und Kursteilnehmer da sind, wird es schon kuschlig. Wer es gewohnt ist viel Platz zu haben, während einer Stunde dreimal seine Schuhe wechselt und direkt nach dem Wod Platz an der Paleo Bar nehmen möchte, der ist hier falsch.
Was es hier aber ganz viel gibt ist Humor, gutes Coaching, professioneller Umgang mit den Teilnehmern und mal mehr, mal weniger gute Musik.
Tatsächlich hatte ich den Eindruck, als wäre ich zum ersten Mal in einer Box, in der keiner sein Ego zur Schau stellen muss und sich alle (und den Crossfit Lifestyle) nicht so furchtbar ernst nehmen. Trotzdem gibt es selbstverständlich auch CFSP Merchandising und das ist auch noch ziemlich klasse. Sex, squats and rock’n roll. Besser geht es doch gar nicht!

Headcoach Simon ist außerdem der wahrscheinlich am nettesten an Fremde Schreibende Mensch überhaupt. Und schnell ist er auch noch. Also einfach eine Mail an ihn und dein Drop In ist gesichert. Es kostet 20 Euro, ein Deal mitsamt Shirt dazu 30 Euro. Wenn du Sonntags da bist, kannst du wahrscheinlich nach dem Wod auch noch bei der Mobility Class mitmachen und gehst mit entspannten Faszien nach Hause.

Lieblingsbox I: Crossfit Neu Isenburg

Seit nunmehr einem Jahr lebe ich im Berliner Exil. Als waschechtes Frankfurter Mädsche ist es nicht immer ganz leicht in der großen Stadt zu überleben. Bei meinen Besuchen in der Heimat versuche ich immer ganz viel Hessen zu bekommen. Sei es Apfelwein, freuen oder schimpfen über die Eintracht oder hessisch reden und hören.
Eins darf aber nie fehlen, wenn ich Frankfurt besuche und das ist ein Abstecher auf die andere Seite des Mains, an Offenbach vorbei nach Neu Isenburg und dort zu CFNI, meiner derzeitigen Lieblingsbox.
Ich werde immer herzlich und selbstverständlich mit hessischem Dialekt begrüßt, halte ein Schwätzchen und schwinge dann Kettlebells.
Das ist nämlich die heimliche Spezialität des Hauses: der Kettlebellsport.

Für KB Snatches fehlt mir noch die richtige Technik und noch mehr Hornhaut

Für KB Snatches fehlt mir noch die richtige Technik und noch mehr Hornhaut


Coach Jan führt die diversen Übungen mit einer Leichtigkeit aus, die wirklich beneidenswert ist, denn bei mir führt die noch ausbaufähige Technik noch zu Blasen an den Händen und blauen Flecken am Unterarm.
Wer möchte kann hier entweder Kettlebell Training oder eben Kettlebellsport üben und feststellen, dass der Unterschied zwischen beidem doch ziemlich groß ist.

Die Box ist geräumig und hat alles, was man so braucht. Dazu gibt es noch mehrere kleinere Räume in denen anscheinend noch Krav Maga, Boxen oder das Open Gym stattfinden. Außerdem wird auch noch ein TRX Workout angeboten. Zusätzlich zu den normalen Wods, OLY, Gymnastics und Turnen.

Abends finden auf der großen Fläche zwei Kurse gleichzeitig statt, was aber gut funktioniert und mich nicht gestört hat. Die Gruppengrößen sind limitiert und dank Empfangskraft am Thresen gibt es kein Chaos.
Es gibt schöne Umkleiden mit Duschen, Parkplätze vor der Tür und Proteinriegel am Thresen.

"Wir sind Menschen keine Maschinen" ist ein selten gesehenes Motto einer Crossfit Box. Finde ich aber besonders gut!

„Wir sind Menschen keine Maschinen“ ist ein selten gesehenes Motto einer Crossfit Box. Finde ich aber besonders gut!


Neben den drei Frankfurter Boxen (Crossfit am Main, Crossfit FRA und Crossfit Bulls and Bears) ist CFNI vielleicht die unpopulärste Box. Aber für den Weg über die Autobahn wird man mit gutem Coaching, Freundlichkeit und kleinen Gruppen belohnt.
Soweit ich weiß können Besucher auch für ein T-Shirt ein Drop In haben, ansonsten kostet es offiziell 13 Euro.

Die Kettlebell, Crossfit Aorta und ich

Während meines Introkurs am Anfang des Abenteuers Crossfit habe ich zum ersten Mal die Bekanntschaft mit der Kettlebell gemacht. Eine unterschiedlich große Kugel mit einem Griff, die, je nach Größe, unterschiedlich schwer ist. Beim Introkurs haben wir Swings geübt und irgendwie hat mir das gefallen.
Richtig dicke Freunde sind wir aber erst, seit ich letztes Jahr auch Kettlebell Snatches in einem WOD gemacht habe und ich mir nach dem WOD meine blauen Flecken auf den Unterarmen betrachten konnte. Wenn man nicht richtig mit der Kettlebell umgeht, dann passiert das eben. Aber wenn man die Bewegungen immer besser beherrscht, dann wird der Spaß immer größer und die blauen Flecken immer weniger.
In den meisten Boxen gibt es die schwarzen Kettlebells, die je nach Gewicht unterschiedlich groß und daher auch unterschiedlich handlich sind.

Vor einigen Wochen war ich bei Crossfit Neu-Isenburg und wurde in die wunderbare Welt des Kettlebell Sports eingeführt. Das war auch die einzige Box, von der ich wusste, dass sie auch Klassen anbietet in denen nur mit der Kettlebell gearbeitet wird. (Mehr zu dem Besuch bei Crossfit Neu Isenburg in einem anderen Post) Und die ersten, bei denen ich mit Competition Kettlebells trainiert habe.
Die Competition Kettlebells sind immer gleich groß, der Griff ist immer gleich dick und die Handhabung ist wesentlich angenehmer als mit den schwarzen.
Eine weitere Box bei der ich im Kursplan eine Kettlebell Klasse entdecke ist Crossfit Aorta. Also muss ich unbedingt dort hin!

Es ist jetzt knapp zwei Wochen her, dass Crossfit Aorta überhaupt ihre Türen geöffnet haben. Dementsprechend ist in der Box auch noch nicht alles fertig, aber die Competition Kettlebells (also die guten Kettlebells) sind schon da.
Wie immer schreibe ich vorher eine Mail, erkläre brav, dass ich kein Crossfit Anfänger bin und frage, ob ich mitmachen darf. Lars antwortet zügig und sehr freundlich, alles ist gut. Ich schreibe mir in meinen Kalender: Kettlebell, Samstag 12 Uhr und freue mich sehr.
Der Weg zur Box zieht sich für mich etwas, weil ich mit zwei Bussen fahren muss. Zum Glück ist die Box dann aber gar nicht soweit von der Bushaltestelle entfernt wie befürchtet. Einfach vorbei an Mc Donalds und Ikea, beim Autohaus rein und schon ist man angekommen.
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Ebenfalls wie immer bin ich etwas zu früh…aber eigentlich doch zu spät, weil ich mir doch tatsächlich eine falsche Uhrzeit aufgeschrieben habe.
Nichtsdestotrotz war ich sowieso die Einzige, die mitmachen wollte. Anwesend waren bloß die Coaches, die schon dabei waren alles für die mittags stattfindende Team Challenge vorzubereiten.
Schade, dass ich zu spät war obwohl für mich 12 Uhr an einem Samstag sowieso schon eher früh ist und ich dann nächstes Mal noch früher los muss, aber andererseits finde ich es richtig gut, dass die Jungs genügend Pufferzeit zwischen die Trainingsstunde und die Team Challenge eingeplant haben. Schließlich ist Time Management häufig nicht gerade die Stärke von Crossfit Coaches und überziehen ist oft mehr Regel als Ausnahme.
Ich wäre auch wieder nach Hause gefahren, aber tatsächlich sollte ich bleiben und einfach eine Privatstunde bekommen. Da sage ich nicht nein.
Wobei ich eigentlich nicht gerne allein trainiere, schon gar nicht, wenn ich gerade etwas Motivation von den anderen Teilnehmern gebrauchen könnte.
Es kam dann doch noch eine weitere Teilnehmerin dazu und ich musste doch nicht alleine schwitzen.
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Der Coach hat uns zum Aufwärmen laufen lassen, im Anschluss eine Bauch- und eine Rückenübung und ran an die Kettlebells.
Geübt haben wir Russiche Swings, American Swings, Umsetzen und Stoßen ein- und beidhändig.
Anschließend alle Übungen in mehreren Tabata Einheiten plus Goblet Squats und Burpees.
Da bleibt für mich kaum etwas zu meckern. Eine gut geplante Einheit mit genügend Intensität. Die Anweisungen fand ich kompetent und der Coach war wirklich die ganze Zeit bei uns und hat sich nicht nebenher noch mit anderen Dingen beschäftigt (was ich zur Zeit eher selten erlebe).

Die Ausstattung der Box macht einen guten Eindruck. Es gibt sogar GHD Sit Up Geräte, die Ropes sind von Rogue, es gibt ein Rack, Boxen, Foamroller usw usw. Nur eine Dusche oder eine Umkleide konnte ich nicht entdecken, aber in mindestens einem Raum wird auch noch renoviert. Also kommt das sicher noch.

Eingangsbereich

Eingangsbereich


Die Box ist wirklich riesig. Der vordere Bereich soll der Teil sein, in dem sich die Open Gym Teilnehmer austoben können, während im hinteren Bereich die WODs laufen. Man kann sich in eine Ecke zurückziehen um sich zu dehen,die Faszien mit den Rollern oder den Bällen lockern oder vorne an die Bierbänke setzen und ein Schwätzchen halten.

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Am Ende gehe ich erschöpft nach Hause, musste nichts bezahlen und werde auf jeden Fall wieder kommen.
Wer zu Besuch in Berlin ist und auf sein WOD nicht verzichten will, der sollte den Jungs am besten eine Mail schreiben und einen Abstecher nach Tempelhof machen. T-Shirts zum Tauschen gibt es noch nicht, aber dafür ein WOD in kleiner Runde.

Es gibt kein Crossfit in Berlin. Es gibt nur Myleo.

Vor einigen Jahren titelte eine große deutsche Tageszeitung nach einem Kampf von Regina Halmich: „Es gibt kein Frauen Boxen, es gibt nur Regina Halmich!“ So ähnlich ist das in Berlin auch. Es gibt kein Crossfit in Berlin. Es gibt nur Myleo.
Jedenfalls hat es manchmal diesen Anschein. Denn wann immer ich unterwegs in anderen Städten Deutschlands bin und sage, dass ich in Berlin lebe und Crossfit mache, sagt mein Gegenüber: „Ach, bei Myleo?!“
Nein, muss ich dann sagen, nicht bei Myleo. Aber genau diese Box war immerhin die Erste, die ich bei meinem Vorabbesuch als zukünftige Berlin-Bewohnerin besucht habe.

Bevor mein erstes WOD bei Myleo sein sollte, habe ich Lea eine Mail geschrieben. Sie hat sehr schnell und sehr nett geantwortet und ich weiß nicht wirklich wieso, aber sie hat mir auch gleich angeboten, dass wenn ich ein T-Shirt kaufe, dann müsste ich nichts für das Drop In bezahlen. Also ein T-Shirt und ein WOD für insgesamt 20 Euro. Perfekt!

Das T- Shirt

Das T- Shirt

Man fährt mit der U2 bis zum Ernst-Reuter-Platz und läuft dann noch ungefähr zehn Minuten bis man das Gewerbegebiet erreicht hat, in dem die Box liegt.
Damals fand ich das noch nicht erwähnenswert aber es gibt sogar ein Schild vorne am Tor, das einem anzeigt, dass man richtig ist. Mir kamen auf meinem Weg auch noch verschwitzte Menschen in Shorts entgegen- das konnte nur der richtige Weg sein.
Ansonsten fand ich den Weg von der Bahn zur Box ziemlich lang. Vielleicht auch nur, weil ich da noch eine verwöhnte Frankfurterin war, die es gewöhnt war in wenigen Minuten überall zu sein. Jetzt bin ich schon zu lange eine Berlin-Bewohnerin, um zu erwarten, dass ich unter dreißig Minuten irgendwo bin. Deshalb kann es schon sein, dass der Weg in Realität gar nicht so weit ist.

Es gibt wenig was ich noch schlimmer finde, als zu spät zu sein und weil ich mich in Berlin nicht auskannte und nicht wußte, wie lange das wohl von der Haltestelle bis zur Box dauert, war ich viel zu früh dran. Eigentlich nicht schlimm, dachte ich, dann könnte ich ja gleich das Shirt kaufen und bezahlen und dem Coach und mir ist für nach dem WOD Zeit gespart und er kann sich gleich um die nächste Truppe kümmern. Lea hatte mir schon geschrieben wie mein Coach heißt, also konnte ich den Typ, der vor der riesigen Halle saß und sein Mittagessen aß gleich mal fragen ob er das denn sei.
War er auch. Aber dass ich da so früh ankam, das hat ihm nicht so gepasst. Netterweise hat er mir wenigstens noch den Weg zur Umkleide gesagt, nicht aber ohne demonstrativ auf seine Uhr zu gucken und irgendwas vor sich hin zu grummeln.

Im Erdgeschoss gibt es ein Rack, diverse Langhanteln, unglaublich viele Bumper Plates und überhaupt alles, was der Crossfiter so braucht. Im ersten Stock ist dann noch eine kleinere Trainingsfläche, die Umkleiden und eine Art Büroraum.
Die Umkleiden sind sauber und die Spinde wurden mit kleinen (WOD-)Namensschildchen versehen. Bei „Murph“ wollte ich meine Sachen nicht einschließen, zu nah war noch die Erinnerung an dieses WOD, was mich zuviele Nerven und viel zu viel Schweiß gekostet hat.
Außerdem gibt es auch noch Duschen, saubere Toiletten und mittlerweile wohl auch noch eine Paleo Bar.
Von der Ausstattung her kann man bei Myleo echt nicht meckern. Es ist richtig schön da!

Die große Trainingsfläche

Die große Trainingsfläche

Beim WOD waren wir 14 Leute. Für einen Mittwoch Vormittag finde ich das ziemlich viel. Und für eine Gruppe beim Crossfit eigentlich auch zu jeder anderen Tageszeit. Schließlich ist doch das Argument, warum Crossfit so teuer ist, dass man in kleinen Gruppen unter intensiver Beobachtung eines Coachs trainiert.
14 Teilnehmer ist für mich keine kleine Gruppe. Guckt man sich den virtuellen Trainingsplan von Myleo an sieht man, dass pro WOD bzw Einheit 20 Plätze frei sind.
20 Teilnehmer auf einen Coach finde ich erst Recht keine kleine Gruppe mehr.
Andererseits muss ja auch irgendwie der großen Nachfrage Rechnung getragen werden. Und das wird es hier. Es gibt wirklich sehr viele Kurse. Jeden Tag von morgens bis spät abends.

Draußen waren es auch noch über dreißig Grad und kein Wölckchen am Himmel.
Beste Voraussetzungen um als Warm Up raus geschickt zu werden.
Laufen „bis zum Mülleimer“ (200m) und wieder zurück. Danach Coach Burgeners Warm Up.
Anschließend ein Wod- wieder mit Laufen. Diesmal bis zur Ampel (400m) und wieder zurück. Zweimal.

So unfreundlich ich den Coach beim Hallo sagen fand, so nett und hilfreich war er dann im Verlauf des Trainings. Er hat aufgepasst, dass ich die Übungen richtig mache, mich beraten wieviel Gewicht ich nehmen soll und mich gefragt, ob ich alles verstanden habe.
Es gab vorab sogar eine Begrüßungsrunde bei der sich alle kurz vorgestellt haben und ein anderer junger Mann und ich als Gäste vorgestellt wurden. Alles sehr freundlich.
Nur bei Klimmzugübungen am Rack habe ich mich übersehen gefühlt. Bei 14 Teilnehmern aber auch eher wahrscheinlich, dass sich der Coach mit denen beschäftigt, die er schon kennt und denen er Hilfestellung in Verbesserung ihrer Technik geben kann- und nicht wie bei mir, damit ich da überhaupt mal hoch komme.

Schon kurz nach dem Warm Up haben die ersten Teilnehmer ihre Shirts ausgezogen und einige der weiblichen Teilnehmerinnen haben von Anfang an nur in Sportbh und Shorts trainiert.
Soviel nackte Haut war ich von meiner Box nicht gewohnt.
Soviel Laufen bei solchen Temperaturen war ich auch nicht gewohnt. Auf dem Rückweg wäre ich auch lieber gegangen, aber ein netter Teilnehmer ist, nachdem er schon mit dem WOD fertig war (also auch schon zweimal die Strecke gelaufen war), zurück gekommen und mit mir zusammen zurück gelaufen. Ganz ehrlich, ohne ihn wäre ich zurück gegangen. Aber so bin ich gelaufen und hätte es fast im Time Cap geschafft. Aber eben auch nur fast.
Trotzdem war das genau das, was ich bei Crossfit mag: die Gemeinschaft, dass man sich hilft, dass jemand der super fit ist auch nochmal mit macht, damit man nicht alleine den Willen verliert. Top!

Am Ende habe ich mich mehr als einmal bei dem Gedanken erwischt, dass das also das Crossfit ist, was ich von Youtube kenne. Leicht bekleidete Menschen, deren Muskeln schweißbedeckt in der Sonne glänzen, die viel Gewicht auf der Hantel haben und sie dann einfach fallen lassen, die rennen und Liegestütze machen als wäre es nichts, aber vor allem eins: die Teamgeist haben, sich gegenseitig unterstützen und die auch Besuchern freundlich gegenübertreten und sie anfeuern und begleiten.

Mir hat es Spaß gemacht, ich fand den Coach kompetent, die anderen Teilnehmer sympathisch und die Location ist bisher die wahrscheinlich schönste und trotzdem zweckmäßigste, die ich kenne.

Auf dem Weg die Treppe runter

Auf dem Weg die Treppe runter

Ich will nicht nach Berlin, ich bin in Berlin

Ich wollte nie nach Berlin. Wenn alle anderen davon geredet haben, wie toll es doch in Berlin ist, wie schön, wie wild das Nachtleben, wie hervorragend die Kultur, die Musikclubs und das Leben überhaupt. Mich hat das nie interessiert. Ich war schon einmal weg aus meiner Stadt, Frankfurt am Main, und seitdem war mir klar: Frankfurt ist Zuhause. Egal wie wenig cool, hip, schön oder sonstwas Frankfurt eben ist.
Wie der Zufall es aber so will, lebe ich jetzt in Berlin. Schon seit einiger Zeit und trotzdem sage ich immer noch: Ich bin gerade erst her gezogen, ich kenne mich nicht aus. Wo soll das sein?
Wahrscheinlich sage ich das auch noch, wenn ich die Kartons packe, um wieder weg zu ziehen nachdem ich jahrelang hier gewohnt habe.
Vielleicht ist das einfach so, dass wenn man in eine Stadt zu zieht, dass man sich immer irgendwie nur zu Besuch fühlt. Aber vielleicht ist das auch nur bei mir so. Weil nicht jede Straße an eine Erinnerung gekoppelt ist. Es keine Parkbank gibt, auf der man mal jemanden geküsst hat. Keine Ecke, an der man mal weinend stand. Es noch keine Pommesbude gibt, an der man sich mit jemanden seine Geschichten erzählt hat. Eine neue Stadt ganz ohne Erinnerungsorte kann noch kein Zuhause sein. Nur eine neue Chance. Ein Abenteuer, das dabei ist zu entstehen.
Niemals würde ich sagen, dass ich eine Berlinerin bin. Ich bin ein Frankfurter Mädsche und man hat zwar mich aus Frankfurt gekriegt, aber man kriegt Frankfurt nicht raus aus mir.
Ob das jetzt heißt, dass ich vielleicht etwas perfektionistischer bin als der Berliner, pünktlicher, mehr darauf bestehe, dass die Bahnen auch wirklich fahren oder ich es echt merkwürdig finde, dass meine Nachbarn mich dauernd zum Kaffee einladen- bei sich Zuhause!- und ich versuche die Begrüßung „Ei Gude“ in den Sprachgebrauch der Berliner zu integrieren…eher weniger erfolgreich- ich bin und bleibe Frankfurterin.

Als Hesse bin ich in Berlin auch echt alleine auf weiter Flur. Die Schwaben können untereinander ihren Dialekt pflegen, die verschiedenen anderen Muttersprachler haben sich, nur jemanden der hessisch oder frankfurterisch spricht, den treffe ich hier eigentlich nicht.

Überhaupt ist es in einer neuen Stadt am Anfang etwas schwierig neue Leute kennenzulernen. Was mir wirklich geholfen hat, ist dass ich schon allein durch meinen Sport viele Menschen treffen kann. Und manchmal ist sogar ein Hesse dabei.

Ich habe den Eindruck, dass in Berlin alle gerade mit etwas angefangen haben. Sei es nun Yoga, vegan essen, joggen oder eben Crossfit.
Es ist eher selten, dass mir jemand erzählt, dass er etwas schon seit Jahren macht.
Allerdings habe ich hier in Berlin auch zum ersten Mal Crossfiter sozusagen im wahren Leben getroffen. Mein Hausarzt wusste wovon ich rede, weil er früher mal Crossfit gemacht hat. Und der Typ bei dem ich Weinkisten gekauft habe um daraus ein Regal zu machen, der ist auch Crossfiter.

Seit über einem Jahr mache ich Crossfit und auch in Berlin wollte ich damit auf jeden Fall weiter machen. Immerhin gibt es in Berlin die meisten Crossfit Boxen überhaupt in Deutschland. Zur Zeit sind es um die neun Stück. In Frankfurt zum Beispiel gibt es erst drei…
Als ich letztes Jahr her gezogen bin wollte ich eigentlich erstmal alle Boxen ausprobieren und mir dann überlegen, wo ich bleiben möchte.
Irgendwie hat das aber nicht funktioniert, weil die Stadt dann doch plötzlich viel größer war als gedacht, alles soweit weg und der Wunsch an einem Ort mit bekannten Menschen bleiben zu können doch größer war, bin ich nur in zwei Boxen gewesen und in einer bin ich dann auch geblieben.
Jetzt bin ich aber soweit aklimatisiert, dass ich endlich alle ausprobieren mag. Hier passiert gerade soviel in Sachen Crossfit, dass ich unbedingt dabei sein will.
Es gibt Coaches, die eigentlich Feuerwehrmänner sind, andere sind Physiotherapeuten, Youtube Berühmtheiten, Autorinnen und was nicht noch alles. Also jede Menge verschiedener Kompetenzen, von denen ich lernen möchte.
Mittlerweile kenne ich schon drei Boxen (Myleo, Hauptstadt Crossfit, Crossfit Werk) in Berlin und jedesmal wenn ich Frankfurt bin, gehe ich selbstverständlich auch zum Crossfit (Crossfit Fra, Crossfit Neu Isenburg, Crossfit am Main).
Das macht schon sechs Boxen. Und ich werde sie alle hier vorstellen.

Weil Crossfit immer bekannter wird und anscheinend viele Crossfitter viel unterwegs sind, gibt es zwar schon online Magazine, in denen sich die einzelnen Boxen vorstellen können- aber eigentlich ist das ja auch bloß Werbung. Ein Erfahrungsbericht ist echt. Und ob man wirklich einfach so vorbei kommen kann, ein T- Shirt kauft und dafür ein WOD mitmachen kann, das ist doch schließlich die Frage. Wie die Stimmung ist oder die Location ist zwar auch immer Wahrnehmungssache, aber ein Foto kann zeigt eben auch nicht alles.

Außerdem will ich auch noch einige Berichte über die verschiedenen Yoga Studios schreiben, in denen ich hier schon war. Dabei zwar doch nicht das neue Yoga Zuhause gefunden habe, aber immerhin einen Ort, an dem ich ab und zu gerne zu Besuch bin.
Und auch wenn ich mich noch nicht gut mit den Stadtteilen auskenne und immer erst nach gucken muss, mit welcher Bahn ich wohin fahre, die Stadt anhand ihrer Crossfit Boxen und Yoga Studios kennen zu lernen, mag ungewöhnlich sein, aber für einen Sportjunkie, wie ich es bin, der einzig passende Weg.

Tag 30: Was von der Challenge übrig bleibt

Es ist vollbracht! Mit diesem Blogpost ist die 30 Tage- Challenge beendet.
30 Tage bloggen. 15 Tage Vegan for fit. 15 Tage Normalität.
Von meinem ersten Einkauf für die Vegan for fit Challenge ist noch Hirse übrig, Amaranth, Dinkelvollkornmehl und Quinoa. (Ich muss unbedingt mal Hefe kaufen, damit ich aus dem Mehl Pizzateig herstellen kann. Vergesse das nur immer im Supermarkt.)
Die Hirse habe ich als sättigende, Gewürzbrauchende Zutat erfahren und werde sie sicher weiterhin in meine Ernährung einbauen.
Das Dinkelvollkornmehl kenne ich schon von früher. Bei dem Versuch für meine Schwester glutenfreie Pizza zu backen, habe ich da schon drauf zurück gegriffen. Aber irgendwie hat die Dinkelpizza nie so satt gemacht, wie die herkömmliche Variante. Komisch, oder? Auch bei Dinkelnudeln muss ich viel mehr essen, damit ich satt werde. Leider habe ich keine Ahnung woher das kommt. Aber deswegen esse ich eher wenig Dinkelprodukte.
Quinoa bracht immer so lange und dafür habe ich selten Geduld. Lecker ist es aber!
Der Amaranth kommt so schnell eher nicht auf den Einkaufszettel. Zugegeben, zu dem Blumekohl hat er ganz gut geschmeckt, aber für Blumekohl muss ich mich immer so überreden und der Amaranth ist jetzt kein geschmackliches Highlight, also was solls?!
Ganz begeistert bin ich von der Linsensuppe! Die habe ich nun schon mehrfach gekocht und frage mich, wieso ich eigentlich nie auf die Idee gekommen bin, das Zeugs zu pürieren? Lecker!

Die Vegan for fit Challenge ist ein Konzept, mit dem man Gewicht verlieren soll. Das habe ich auch in den ersten Tagen getan. Schwupps, ist da auf der Waage einiges passiert. (Wenn man sich aber mal überlegt, dass ich um 18 Uhr das letzte Mal gegessen habe und dann erst wieder gegen 8 Uhr morgens, dann ist da schon SEHR viel Zeit dazwischen.) Einmal nicht dran gehalten und zack, ist alles wieder drauf!
Am Ende komme ich mit +-0 raus.
Ich frage mich genau wegen diesem Effekt, wie lange sich die Ergebnisse, die man mit der Challenge erreicht (wenn man sie konsequent durchführt) halten.
Und schaffen es Menschen dieses Ernährungskonzept über Jahre zu halten?
Ich kann sehen durch welche Suchbegriffe Leser zu meinem Blog kommen. Ein Begriff war „durch Vegan for fit Challenge zunehmen“. Das macht mich nachdenklich.

Ich ziehe meinen Hut vor all den Challengern, die das 30 Tage (und länger) konsequent durchgezogen haben. Das ist eine enorme Leistung von Selbstbeherrschung und Willen. Toll, dass ihr soviel Zeit, Mühe und Engagement in diese Sache steckt!
Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, dass es Challengergruppen gibt. Denn ohne Motivation von außen ist es ziemlich schwierig.
Ich esse selbst mein Mittagessen auch bei der Arbeit meistens aus meinem mitgebrachten Behälntis. Ich habe am eigenen Leib gespürt, dass dieses Verhalten schnell zu einem sozialen Killer werden kann. Denn wer in der Mittagspause nicht mit den Kollegen mitgeht, der wird schnell zum Außenseiter und kriegt nichts mehr mit.
Aus genau diesem Grund gehe ich ab und zu mit essen und stelle jedesmal wieder fest, dass es mir nicht bekommt.
Schauen wir den Tatsachen in die Augen: Da draußen hat niemand ein Interesse daran, dass wir uns gesund ernähren.
Das fängt damit an, dass es auf der Speisekarte im Restaurant kaum ein Gericht ohne Sahnesoße oder fetten Käse gibt und endet im Supermarkt, wo uns ständig irgendwelche Süßigkeiten oder andere Fettmacher in den Weg gestellt werden.
Sich in dieser Welt auch noch Challenger gerecht zu ernähren, sich seine Schokolade selbst zu machen und seinen Tag so zu planen, dass das alles klappt, hat meinen Respekt.

Für mich bleibt nach 30 Tagen die Erkenntnis, dass ich nicht mehr verzichten mag. Zulange habe ich mir in meinem Leben Lebensmittel verboten oder sie mit schlechtem Gewisssen gegessen. Ich esse gerne, ich kann doch gar nicht so schlecht kochen und wenn ich mich darauf besinne, was mir gut tut und was nicht, dann klappt das ganz hervorragend. Auch wenn das bedeutet, dass ich mein Mittagessen aus einem Behältnis essen muss und mein Abendessen in der U-Bahn esse, weil ich sonst zu spät dran bin oder auf Bäckereien angewiesen wäre, die mir nicht helfen können.
Ganz wichtig für mich ist auch, dass ich erkannt habe, dass sich mein Geschmack geändert hat. Die Schokolade darf gerne richtig dunkel sein. Reismilchschokolade ist ja nett, aber nicht mehr meins- viel zu wenig Kakao!
Die Manipulation bei facebook mit all den Fotos und der Hysterie rund um vegane Ersatzprodukte hat mich gepackt und ich habe alles ausprobiert, was ich glaubte essen zu wollen. Vielen Dank, brauche ich nun doch alles nicht.

Auch 30 Tage bloggen ist für mich nicht die Normalität. So habe ich oft tagsüber schon im Geiste Sätze formuliert oder überlegt worüber ich schreiben werde.
Über die Stille in meinem Geist, weil diese Beschäftigung nun vorbei ist, freue ich mich schon sehr!
Ich hatte grandiose Gespräche über Essen, Veganismus und Schreiben. Das war toll! Jetzt aber zurück zur Ingoknito-Existenz. Was nicht heißt, dass ich meine vegane Seite verstecke, sondern nur, dass ich sie nicht gleich jedem zeige.
Ich freue mich, dass ich neue Follower habe: Vielen Dank für’s lesen!!!
Ein merkwürdiges Gefühl ist es, zu sehen, dass soviele meiner facebook Freunde meine Posts lesen und sich nicht zu erkennen geben. Wer mag das alles gewesen sein?!
Ich habe eindeutig zuviel Criminal Minds gesehen, um mich dabei wohl zu fühlen, soviel privates von mir preis zu geben.
Die Homestory von Kascha Kolumna ist hiermit vorbei. Wir lesen uns wieder! Bis bald!

Tag 29: Der Geist des Anfängers

Vor zwei Tagen habe ich schon einmal erzählt, dass ich meinen Ashtangalehrer vermisse und meine Ashtangamotivation gleich mit.
Beim Ashtangayoga ist es aber unerlässlich, dass man die Serie (also die Abfolge in der die Übungen gemacht werden) auswendig lernt und stetig übt.
Mit dieser stetigen Übung hadere ich seit einiger Zeit. Zum Einen, weil mir mein örtlicher Nahverkehr ständig einen Strich durch meine Planungen macht und ich blöde an den Haltestellen rumstehe, ohne dass meine Bahn kommt.
Bei diesem Wetter ist draußen rumstehen eher blöd und auf dem Heimweg, wenn ich verschwitzt bin, auch noch Gesundheitsgefährdend. Also bleibe ich lieber daheim oder gehe ins Fitnessstudio an meiner Kondition arbeiten.
Am Montag hatte ich allerdings weder Lust mit der Bahn zu fahren, noch mit dem Auto zum Fitness. Draußen war es einfach zu dunkel, zu nass, zu eklig. Und nachdem ich am Sonntag 2,5 Stunden Yoga gemacht hatte, fühlte ich mich sowieso, als wäre nachts ein LKW über mich drüber gefahren.
Die Lösung? Die Yogamatte einfach im Wohnzimmer ausbreiten!
Pattabhi Jois (der Guru des Ashtangayoga) hätte sich im Grabe umgedreht, denn ich habe mir vorher stundenlang eine Playlist zusammengestellt zu der ich dann geübt habe. Ashtanga macht man eigentlich ohne Musik. Quasi nur zum Sound seiner Atmung.
Auch wenn ich sonst nie Musik zu einer Beschäftigung höre und mich im Fitness auch manchmal frage, ob die anderen eigentlich Angst vor ihren Gedanken haben, die beim Sport hochkommen können und sie deshalb lieber mit Musik übertönen, so habe ich den Geschmack an Stille und Atemgeräuschen noch nicht gefunden. Beim Ashtangaunterricht im Yogastudio ist das ja ganz schön, aber in meinem Wohnzimmer mit den vielen Geräuschen drum rum, mag ich das nicht.
Mit meiner Playlist war es aber ganz schön. Nur eben nicht so intensiv, wie es im Studio gewesen wäre. Auch die Matte, die ich benutzt habe, war nur semioptimal. Die ist nämlich schon ziemlich verkratzt und am Ende hatte ich überall auf meinen Klamotten und auf dem Teppich lila Fetzen von der Matte. Blöd.

Es war aber wichtig, dass ich geübt habe, denn am Freitag mache ich bei einer Ashtangaveranstaltung mit, die deutlich länger sein wird als meine übliche Praxis. Da will ich doch fit sein! Ohne Übung geht das nicht. In zwei Wochen wird eine neuer Gastlehrer dasein und bei ihm mache ich ein paar Workshops mit. Es wäre wirklich ätzend, wenn ich da nach der Hälfte keine Kraft mehr hätte! Schließlich will ich doch was lernen!

Einen Nachtrag gibt es noch zum Thema von gestern: Offenbar hat sich Pamela Anderson schon vor einiger Zeit von ihren Ugg Boots getrennt! Tolle Sache!
Ich habe mir die Alternativen zu den Uggs angeschaut und bin darüber gestolpert, dass da extra stand „KEIN FLEECE“. Komisch, dachte ich mir, was ist denn jetzt wieder an Fleece schlimm? Bisher bin ich davon ausgegangen, dass Fleece eine warme, vegane Alternative zu Wolle ist. Aber das ist nur eine Seite der Medaille. Denn, wie es bei Wikipedia nachzulesen ist, steht Fleece unter dem Verdacht die Weltmeere zu verschmutzen. Teile des Materials lösen sich wohl beim Waschen und sind so klein, dass sie von Kläranlagen nicht erfasst werden können.
Es ist doch irgendwie nervig, dass ständig was neues raus kommt. Das Gegenteil von gut ist gutgemeint. Und ich bin froh, dass ich mir die Fleecejacke doch nicht im Winterschlussverkauf gekauft habe.
Erstaunlicherweise fand ich die Klamotten auf der Homepage, die ich mir angeschaut habe, gar nicht mal häßlich und erfreulich „günstig“.
Note to self: Ich bin noch Anfängerin im Veganismus und „grün“ sein. Es gibt viel zu entdecken, viel zu ändern und viel zu erleben. Los geht’s!

Tag 28: Und Pamela Anderson trägt immer noch Ugg Boots

In einer Welt, in der sich dauernd alles ändert, finde ich es äußerst beruhigend, dass jeden Tag gegen 18 Uhr im Fernsehen die Simpsons laufen. Das ist jetzt schon seit vielen, vielen Jahren so und es wird wahrscheinlich für immer so bleiben.
Wie könnte es auch nicht?! Ein Aufschrei würde durch ganz Deutschland hallen, ein Shitstorm würde ProSieben niederringen bis die Simpsons wieder auf ihrem ursprünglichen Sendeplatz laufen würden.lisa
Jede andere Fernsehserie wird irgendwann langweilig. Aber die Simpsons, die kann man auch noch gucken, wenn die Folge mal nicht so spannend ist. Ich mag zum Beispiel die Folgen überhaupt nicht, in denen Geschichte nacherzählt wird oder die Bibel erklärt wird. Auch blöd finde ich die Halloweenfolgen. Mich gruselt es da nicht und lustig finde ich das auch nicht.
Allerdings macht es mir überhaupt nichts aus, die gleiche Folge wieder und wieder zu gucken. Manchmal läuft der Fernseher dann auch nur nebenher, ohne dass ich so richtig hingucke.
Aber es ist schön, dass ich das machen kann und für immer werde tun können. Denn mal ehrlich, ich werde nie mit jemandem zusammenleben, der nicht auch die Simpsons guckt.

Abgesehen von meiner Liebe für die immergleichen Rituale, wie eben die Simpsons zu gucken, würde ich gerade gerne ganz viel anders machen.
Den Fernseher umstellen, das Sofa verrücken, die Wände neu anstreichen und andere Vorhänge anbringen. Aus verschiedenen Gründen wird das erst passieren, wenn ich umgezogen bin. Was aller Voraussicht nach erst nächstes Jahr um diese Zeit sein wird.
Bis dahin kann ich dann rausfinden, welche Farbe am wenigsten schädlich für mich und die Umwelt ist. Oder welche Farbnuance ich überhaupt streichen will. Oder auch, mit wem ich dann zusammenleben werde.

In einem LKW oder Flugzeug befindet sich gerade ein Paket für mich. Das fliegt von Australien zu mir und enthält meine ersten total veganen und ökologisch korrekt in einem Hinterhof hergestellten T-Shirts.
Wie ist das mit den Klamotten, die ich jetzt gerade trage?
Ein Bandshirt von „Muff Potter“ und eine Boxershorts von Cleptomanix. Wo kann da ein Tier drin sein? Ich weiß es nicht, aber dass beides nicht besonders wertvoll hergestellt wurde, beweist nicht nur das Loch an der Naht des Shirts, sondern auch der günstige Preis, für den ich die Sachen kaufen konnte.

Meine Uggboots haben ihre besten Tage auch schon hinter sich und noch einen Winter schaffen die nicht mehr. Es gibt in einem Schuhversand sogar die vegane Version davon, aber ob ich die wirklich will? Es geht mir schließlich nicht um die Optik, sondern um das Klima im Schuh. So einen warmen und bequemen Schuh hatte ich vorher noch nie an meinem Fuß. Es ist mir völlig klar, warum diese Schuhe (obwohl sie wirklich nicht schön sind) so ein Erfolg sind. Warme Füße sind für Frauen wichtig und ein schwierig zu erreichender Zustand zugleich. Wer glaubwürdig versichern kann, dass frau warme Füße haben wird, der wird seine Schuhe, egal zu welchem Preis, los.
Sogar Pamela Anderson, die sich öfter für PETA nackt macht, trägt Ugg Boots. Irgendwie vergessen die meisten Menschen, dass Ugg Boots aus Lammfell bestehen.
Den Unterschied zwischen Pelz für einen Mantel und Lammfell für Schuhe verstehe ich nicht. Also warum sie gegen das eine demonstriert (Pelz) und das andere trägt (Uggs)
Ist es, dass das Tier für den Mantel nur für das Fell getötet wird und der Rest wird nicht verwendet?! Wird das Lamm getötet, das Fell für die Schuhe und das Fleisch zum Essen genommen? Und was ist daran dann besser? Oder vergisst man einfach leichter, dass man ein Tier an den Füßen trägt? Der Fuchsschwanz um den Hals sieht immerhin noch immer nach Tier aus und erinnert einen schon deshalb ständig daran, dass dieser Fuchs mal gelebt hat.
Bei der veganen Version der Uggs habe ich da so meine Bedenken, ob die auch wirklich warm halten. Ich habe nämlich die vegane Version von Lammfellhausschuhen (statt Lamm wird da Polyester verwendet) und in diesen Schuhen möchte ich nicht längere Zeit laufen müssen. Der Schweißfuss ruft!

Übrigens ist das dann auch schon gleich das nächste Thema. Denn mit vegan ist es ja noch lange nicht getan. Plastik ist auch eher Feind als Freund.
Es sind soviele Fronten an denen gekämpft werden muss, oder Baustellen an denen gearbeitet werden müsste, dass ich manchmal denke, dass das alles gar nicht geht.
Ich habe meine total korrekte Trinkflasche, die weder Weichmacher abgibt, noch sonstirgendwas, Jahrzehntelang halten soll und später aber biologisch abbaubar ist. Hoffentlich!
Zum Glück habe ich nicht den Anspruch die Welt zu retten. Ich würde unter dieser Last zerbrechen. Schrittchen für Schrittchen und immer nur, was ich gerade geben kann. Kein Stress. Kein Muss. Aber eine positive Absicht. Und das ist, zumindest für mich, das Wichtigste!

***** Ugg Boots wird hier lediglich als Beschreibung verwendet! Pamela Anderson kenne ich nicht in echt, habe sie aber auf Fotos in Klatschzeitschriften schon in den bereits genannten Lammfellschuhen gesehen! Für die verlinkten Seiten bin ich nicht haftbar!******

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